Kirche St. Barbara
Die Errichtung des ersten Gotteshauses in Oberspitzenbach erfolgte vermutlich durch die Cistercienser-Abtei Tennenbach (Gemeinde Freiamt). Im Jahr 1472 ist jedenfalls eine Kapelle nachweisbar. Bis 1789 hatte Oberspitzenbach als Filiale zu Elzach gehört und war aufgrund der von Kaiser Joseph 11. verfügten Neuorganisation eigene Pfarrei bis sie 1912 Filiale von Oberwinden wurde. Das Pfarrhaus wurde verkauft und der Erlös der neuerbauten Kirche in Kollnau zugewiesen. Die jetzige Kirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Die Finanzierung erfolgte aus dem Vermögen der von Kaiser Joseph II. aufgehobenen Klöstern und Wallfahrten. Aber schon 1738 und 1751 wurden Bau- und Reparaturmaßnahmen durchgeführt. 1921 wurde die Kirche schließlich erweitert und 1955 bis 1960 renoviert. Bei der Totalrenovation 1978 bis 1980 wurde eine Heizung eingebaut und der Dachreiter mit einer Turmuhr ausgestattet. Als Kirchenpatronin wird erstmals 1648 die hl. Barbara genannt. Vielleicht besteht hier ein Zusammenhang mit dem früheren Bergbau, da die hl. Barbara auch die Patronin der Bergleute ist. Der barocke Hochaltar ist ein Schmuckstück der Kirche und zeigt als Hauptfigur die Kirchenpatronin St. Barbara mit Kelch und Hostie in der rechten Hand. Der Turm an der Seite verweist auf ihre Lebensgeschichte, wonach sie der heidnische Vater in einen Turm einsperren lies, um sie vom Christentum fernzuhalten. Als weitere Altarfiguren sehen wir den hl. Josef und den hl. Johannes den Täufer. Leider ist die Kanzel mit vergoldeten Barockverzierungen nicht mehr vorhanden. Bemerkenswert sind die Schwarzwälder Hinterglasmalereien des Kreuzweges. Im zierlichen Dachreiter hängt eine um 1400 gegossene Glocke, die seit einem halben Jahrtausend die Menschen zu Gebet und Gottesdienst ruft.

