Felicitas von Rom

Namenstage: Felicitas

Funktion: Heilige, Märtyrerin

Gedenktag: 23. November

orthodoxe Ostkirchen 25. Januar

Patronat: der Frauen und Mütter; für Kindersegen (vor allem für die Geburt von Söhnen)

Felicitas war eine christliche römische Witwe, die zur Zeit von Kaiser Marc Aurel (161–80) um 166 zusammen mit den sieben Brüdern Alexander, Felix, Januaris, Martialis, Philippus, Silanus und Vitalis vor den Richter geführt wurde und ihrem Glauben abschwören sollte. Felicitas ermahnte die sieben, die der Legende nach ihre Söhne waren, unentwegt zur Standhaftigkeit, während diese vor ihren Augen aufs Grausamste gemartert und schließlich enthauptet wurden, bevor man sie selbst hinrichtete.
Die Verehrung Felicitas’ ist in Rom vom 5. Jahrhundert an nachweisbar. Ursprünglich war sie Kanonheilige, d. h. eine Heilige, die im Messkanon, dem Hochgebet, genannt wird. Ihr Name wurde später – wahrscheinlich unter Papst Gelasius (492–96) – durch Perpetua und Felicitas ersetzt, die zu Beginn des 3. Jahrhunderts im nordafrikanischen Karthago den Märtyrertod erlitten hatten.

Darstellung: als römische Matrone

Attribute: Palmzweig, Schwert, Köpfe ihrer sieben Söhne

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010