Nach der ältesten römischen Bischofsliste war Anicetus der zehnte Nachfolger des Petrus in der Leitung der römischen Christengemeinde und amtierte (nach Pius I. und vor Soter) von etwa 155 bis zu seinem Tod um 166. Er war gebürtiger Syrer und stammte aus Emesa (heute Hims am Orontes in Westsyrien). Historisch gesichert sind seine ergebnislosen Verhandlungen mit Bischof Polykarp (hl.) von Smyrna (heute Izmir,Westtürkei) 155 in Romüber den Termin des Osterfestes (»Passahstreit«). Anicetus wird als Märtyrer verehrt, obwohl es für einen gewaltsamen Tod keinen Anhaltspunkt gibt. Reliquien des Heiligen befinden sich in Bologna und in München in St. Michael.
Darstellung: im Papstgewand
Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit zwei oder drei Querbalken), Buch

Quelle: Herder-Verlag